Was ist Mentaltraining

Tepperwein (Tepperwein, Praxisbuch Mental-Training, 2006) nennt Mentaltraining auch die höhere Schule des „Mental Kung-Fu“. Die Chinesen verwenden den Begriff Kung Fu, was nichts anderes bedeutet als „durch Üben etwas erreichen“ – und genau das machen wir im Mentaltraining. Wir trainieren unseren Geist.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. (Chinesisches Sprichwort)

Mentaltraining ist daher, das erlernen von Fähigkeiten um Meister über unsere Gedanken zu werden. Die unbewussten und bewussten Gedanken miteinander in Einklang zu bringen. Dem Ganzen fügen wir noch eine Brise Emotionen, Visualisierung und Glauben hinzu und mit ein wenig Training schaffen wir es, unserem eigenen Leben eine Kehrtwende zu geben – vor allem in den Bereichen die uns schon seit Ewigkeiten zu schaffen machen.

In einem Satz ausgedrückt:

„Mentaltraining ist Training des Geistes“

Wollen wir unseren Geist (=Gedanken) verändern müssen wir üben. Jeder von uns weiß, wie wichtig es ist zu üben, wenn wir in einem bestimmen Lebensbereich erfolgreich sein wollen.

Ohne Fleiß kein Preis

Du kennst sicher den Ausdruck: „ohne Fleiß kein Preis“. Beim Mentaltraining setzen wir in der Tiefe unserer Gedanken an – sozusagen bei der Wurzel um dort – durch gezieltes und regelmäßiges Üben –  eine Veränderung herbei zu führen. Was den Vorteil hat, dass wir nicht in vielen kleinen Bereichen regelmäßig üben dürfen, sondern wir packen das Übel an der Wurzel und verändern es dort zum Positiven.

Nimm zum Beispiel das Thema fehlende Anerkennung. Diese alte Verletzung wiederfährt Dir wahrscheinlich nicht nur im Job, sondern auch in allen anderen Bereichen Deines Lebens: der Partner/in der nicht anerkennt wie toll Du das Abendessen zu bereitet hast, die Kinder die Dich als selbstverständlich nehmen, die Freundin die zum 100. Mal zu Dir kommt um sich bei Dir auszuweinen und Dich nicht einmal fragt wie es Dir geht, …. Wenn wir nun am Thema Anerkennung arbeiten und das bewusst positiv integrieren, erzielen wir eine positive Veränderung in allen Bereichen wo es uns vorher verletzt hat.

Im Mentaltraining lernen wir, unter anderem mit Unterstützung der 28 geistigen Gesetze, das Leben besser zu verstehen. Die Integration der 28 geistigen Gesetze in Dein tägliches Leben ist eine großartige Unterstützung, wenn Du Dich wieder einmal fragst: „Warum ist das Leben so gemein?“

Plötzlich erkennen, und vor allem verstehen wir tief in unserem Herzen, dass egal was in unserem Leben geschieht wir selbst dafür verantwortlich sind. Niemand, wirklich niemand außer uns selbst ist Herr/Frau über unser Leben. Nur Du selbst. Es liegt an jedem von uns das Leben, welches wir führen möchten, aktiv zu gestalten.

Zusammengefasst:

Im Mentaltraining trainieren wir unseren Geist. Mit der Unterstützung von Bildern, Emotionen und dem Glauben verankern wir die neuen Gedankenstrutkuren in unserem Unterbewusstsein.

Sport und Mentaltraining

Mentaltraining im engen und modernen Sinne verstanden ist im Bereich des Spitzensportes entstanden, populär geworden und hat von hier aus seinen Siegeszug angetreten (Tepperwein & Aeschbacher, So geben Sie ihr Bestes, 2004). Kaum ein erfolgreicher Sportler der nicht gelernt hat seine Gedanken zu kontrollieren, zu trainieren und diese Stärke zu seinem Vorteil zu nutzen. Für mich persönlich ein Vorbild in diesem Bereich ist Tiger Woods (professioneller Golfspieler, USA). Er hat jahrzehntelang sauberes Golf gespielt. Ein Turnier nach dem anderen gewonnen und führte die Weltrangliste über mehrere Jahre hinweg. Zwei Erlebnisse beeinflussten seine mentale Stärke extrem zum negativen: a) der Bruch und die in den Medien ausgetragenen Schlammschlacht bezüglich seiner Scheidung und b) aufgrund der langen Zeit als Golfprofi die Schmerzen die sich eingeschlichen hatten (Knie und Kreuz).

Der Vorteil, wenn wir mentale Stärke im Sportumfeld trainieren ist, dass wir sogleich messbare Ergebnisse erzielen können. Dies gelingt durch das Setzen von Zielen und dem unmittelbaren Feedback der systematisch, entwickelten Leistung(en). Wo sonst bekommen wir so schnell Feedback? Denke daran, wie lange Du brauchst bis Du zum Beispiel eine Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hast. Oder, wenn Du Dich selbstständig machst, bis Du weißt, dass die Firma es geschafft hat. Ganz anders als im Sportbereich, stell Dir vor Du bist Läufer und Dein Ziel ist es den Deine Bestmarke vom letzten Marathon zu unterbieten. Siehst Du was ich meine? Hier ist unmittelbares Feedback möglich. Verwechsle bitte nicht, dass es im Sport nur darum geht, dass Du eine verbesserte sportliche Leistung absolvierst – es geht vor allem um die Verbesserung der mentalen Stärke. Wie oben schon erwähnt, ist Golf ein idealer Nährboden für mentales Training.

Sport ist ein geniales Spielfeld um sich im Mentaltraining zu üben. Letztendlich geht es nicht nur darum, sportlich Meister zu werden, sondern dass Spiel des Lebens zu meistern. Das erzielen wir, wenn wir es schaffen unsere Gedanken in Einklang mit unserem Unterbewusstsein zu bringen. Aus alten Mustern auszusteigen und uns damit die Chance zur Heilung geben.